B5 - Gutachten zum Ausbau wird in Auftrag gegeben
17.06.2010
Chancen und Nutzen der nordfriesischen Wirtschaftsentwicklung
Nordfrieslands Landrat Dieter Harrsen lässt nicht locker: „Die B5 ist unsere Hauptlebensader, und die muss leistungsfähig sein!“ Gemeinsam mit den Kommunen entlang der Straße bis ins dänische Esbjerg soll nun erstmals untersucht werden, was ein besserer Ausbau der Straßenanbindung von Tönning bis Esbjerg für die Wirtschaftsentwicklung bedeuten kann. Zur Finanzierung hat der Kreis seine Wirtschaftsförderungsgesellschaft beauftragt, Mittel aus dem EU-Förderprogramm INTERREG zu beantragen. Nun wurden fast 200.000 Euro bewilligt.Mit im Boot sind sechs weitere Projektpartner: die Städte Niebüll, Tondern und Esbjerg sowie der Südjütländische Entwicklungsrat URS. Mit der IHK und dem Förderverein Infrastruktur Westküste ist auch die Privatwirtschaft mit im Boot.
Ein Gutachten soll nun untersuchen, was ein mehrspuriger Ausbau bis hin zur Variante „Autobahn“ für die Wirtschaftsentwicklung bedeuten würde. Dabei werden zum Beispiel Gewerbe, Tourismus und Windkraftindustrie untersucht.
„Die bisherigen Argumente der Verkehrsplaner, es sei zu wenig grenzüberschreitendes Verkehrsaufkommen vorhanden und der Ausbau sei zu teuer, dienen eher der Verhinderung als der Förderung von Wirtschaft. Etwa für den Tagestourismus ist eine schnelle Verkehrsanbindung existenziell wichtig“, begründet Dr. Matthias Hüppauff, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Nordfriesland, die Initiative.
Landrat Harrsen ist sich sicher, dass mit den Ergebnissen der Gutachter stichhaltige Argumente für einen schnelleren Straßenausbau vorgelegt werden können. „Die Kommunen an der Westküste sind sich einig. Und auch für die Finanzierungsfrage werden wir Lösungsansätze finden,“ resümiert er.
Vorbild für die Antragsteller ist der Ausbau der Autobahn A31 entlang der deutsch-holländischen Grenze. Auch hier kam der Ausbau 1999 durch ein ähnliches Gutachten in Gang. Der tatsächliche Bau wurde dann aber erheblich von der Privatwirtschaft mitfinanziert.
Quelle: Kreis Nordfriesland
