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Land stärkt Windenergie-Branche den Rücken

18.08.2010

Wirtschaftsminister de Jager überreicht Förderbescheid an Netzwerkagentur „windcomm schleswig-holstein“

KIEL/HUSUM. Wenige Monate nach der Vorlage ihres Energie-Konzepts stärkt die Landesregierung der Windbranche in Schleswig-Holstein weiter den Rücken: Um die bislang auf Nordfriesland, Dithmarschen und Rendsburg-Eckernförde begrenzten Aktivitäten der Netzwerk-Agentur „windcomm schleswig-holstein“ auf das gesamte Land auszudehnen, hat Wirtschaftsminister Jost de Jager der Wirtschaftsförderungsgesell¬schaft Nordfriesland heute (18. August) einen Förderbescheid über 500.000 Euro aus dem Zukunftsprogramm Wirtschaft überreicht. „Mit dem zusätzlich neu gegründeten windcomm-Verein können für die nächsten drei Jahre die Aktivitäten der Gesellschaft für ganz Schleswig-Holstein fortgesetzt werden“, so de Jager. Zudem werde durch diesen Schritt eine umfassende Standortvermarktung Schleswig-Holsteins als Windland für On- und Offshore-Aktivitäten ermöglicht. Ein „erfreulicher Nebeneffekt“ bestünde nach den Worten des Ministers zudem darin, dass nunmehr zahlreiche Wirtschaftsförderungs¬gesell¬schaften im Land künftig noch enger zusammenarbeiten werden.

Die windcomm schleswig-holstein ist seit sechsJahren Ansprechpartner für schleswig-holsteinische Unternehmen und Institutionen, die in der Windenergiebranche zu Hause sind oder in diesem boomenden Markt einsteigen wollen.

Als erstes sichtbares Ergebnis der ausgeweiteten Aufgaben der windcomm schleswig-holstein bezeichnete de Jager deren Handlungsempfehlungen für die schleswig-holsteinische Offshore-Strategie, die vor wenigen Wochen in ihren Grundzügen präsentiert wurde und am 4. Oktober  dem Wirtschaftsausschuss des Landtages auf der Insel Helgoland vorgestellt werden soll. „Ich erwarte wesentliche Impulse zur Nutzung des Offshore-Windenergiepotentials in der Nordsee und beim so genannten Repowering an Land“, sagte de Jager. Er erinnerte dabei an das Ziel der Landesregierung, die Windeignungsflächen von derzeit einem Prozent der Landesfläche auf 1,5 Prozent auszudehnen.

Nach den Worten von windcomm-Vorstand Matthias Volmari sei mit der Förderung durch das Land und der Gründung des Vereins ein weiterer Schritt für ein langfristiges Engagement von Wirtschaftspartnern im Bereich Windenergie getan.

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