Nordfriesland: Wirtschaftsregion mit großer Zukunft – Forschungs- und Entwicklungsstandort
Der Husumer Hafen wird entsprechend den kommenden Anforderungen schrittweise als Unternehmensstandort mit Verschiffungsmöglichkeiten ausgebaut. Ein großes Gewerbegebiet soll direkt ans Hafengebiet anschließen. Ein weiterer Vorteil des Husumer Nordseehafens liegt in seiner Nähe zu vier schon genehmigten Offshore-Projekten und weiteren fünf geplanten Offshore-Windparks.In der Nordsee, rund 80 km westlich von Sylt, wurde FINO3 als dritte deutsche Meeresplattform errichtet. Das Projekt FINO 3 hat das Ziel, die im Offshore bestehenden Risiken zu verkleinern und den Ausbau der geplanten Offshore-Windparks zu beschleunigen. Auf der Plattform werden viele Forschungs- und Technologieprojekte verschiedener Hochschulen und Unternehmen als Kernvorhaben durchgeführt. Weitere Projekte sind in Planung. Die Forschungsprojekte lassen neue und verwertbare Ergebnisse besonders im Bereich der Gründungsstrukturen, der Wind- und Wellenlasten, der Blitzgefährdung und anderen offshore-relevanten Themen erwarten. Es soll außerdem kleinen und mittleren Unternehmen die Möglichkeit gegeben werden, offshorespezifische Forschungs-, Entwicklungs- und Erprobungsprojekte als Einzelvorhaben abzuwickeln.
Zukunft Offshore: Hier werden neue Unternehmen gesucht
Aus Zeit- und Kostengründen ist es notwendig, dass am Offshore beteiligte Unternehmen in direkter Nähe zu den Errichtungsplätzen der Meereswindparks agieren können. Im Hafengebiet Husums wird ein starkes zukunftsfähiges Wirtschaftscluster entstehen. Unternehmen, die als Zulieferer, Dienstleister und Serviceunternehmen für die Windbranche zukünftig bedeutend sein werden, stehen mit der Erschließung neuer Gewerbeflächen in Husum und Nordfriesland attraktive Standorte zur Verfügung.
Von der Offshore Windenergie können insbesondere Unternehmen profitieren, die Gründungstechnologien und den Bau von Offshore-Anlagen beherrschen, Küstenschutzmaßnahmen und PSA-Anforderungen umsetzen, Hafeninfrastrukturen ausbauen, Elektro- und Informationsleitungen erstellen, ausbauen und anbinden, den Stahlbau und die Montage großer und kleiner Komponenten beherrschen sowie notwendige Spezialschiffe für Bau, Wartung und Instandhaltung bauen und umbauen können und im Bereich von Service und Wartung tätig sind.
Neue Aufgaben gibt es für ortsansässige Versicherungen, Finanzierer, Planer und Projektierer. Großkomponenten, wie z. B. die Rotorblätter einer Offshore-Windenergieanlage werden zukünftig dort gefertigt, wo sie ohne aufwändigen Transport direkt zu den Endmontageflächen in den Offshore-Windpark verschifft werden können. Der Husumer Hafen bietet zur Ansiedlung eines Rotorblatt-Herstellers exzellente Bedingungen.
