Offshore & Repowering – Potentiale der Windenergie in Nordfriesland
„Internationale Studie belegt Kompetenz der Nordsee-Regionen für Offshore-Windenergie": John Westwood, Geschäftsführer des renommierten Energieanalysten Douglas-Westwood Ltd., hat im Rahmen des POWER-Projektes (Pushing Offshore Wind Energy Regions), an dem die WFG beteiligt ist, die Potentiale und Kooperations-möglichkeiten im Bereich der Offshore-Windenergienutzung in vier Nordsee-Anrainerstaaten, u.a. auch in Deutschland, untersucht.Wichtigstes Ergebnis ist, dass bei einer effektiven Nutzung aller in der Region vorhandenen Unternehmenskompetenzen, die Windenergie-Branche im Nordseeraum im globalen Vergleich einmalig gut aufgestellt ist. Mit einem Auftragsvolumen von geschätzten 7,6 Milliarden Euro kommt der Gutachter von Douglas-Westwood Ltd. zu dem Ergebnis, dass im Nordseeraum in den nächsten fünf Jahren kanpp 60 % der weltweiten Investitionen in Offshore-Wind getätigt werden.
Repoweringpotentiale
Aktuelle Prgnosen gehen davon aus, dass im Jahr 2010 rund 23.700 MW Windenergieleistung in Deutschland installiert sein wird. Eine wichtige Bedeutung für diesen Zuwachs wird das Repowering, der Austausch einer Vielzahl älterer Windenergieanlagen durch neue und leistungsstärkere Anlagen, haben. Besonders die frühen Windenergieanlagen, die vermehrt in Schleswig-Holstein stehen, sollen in Zukunft „repowert" werden. Allein durch den Austausch etlicher dieser Anlagen würde sich die momentan installierte Leistung von heute 2.200 MW auf rund 3.700 MW steigern lassen. Das dadurch ausgelöste Investitionsvolumen beläuft sich auf mehr als 3 Milliarden Euro.
Zukunft der Windenergie
Bis Mitte des Jahrhunderts sollen erneuerbare Energien rund die Hälfte des Energiever-brauchs decken. Im Strombereich wird entsprechend dem Beschluss der Bundesregierung der Anteil der erneuerbaren Energien bis 2010 auf mindestens 12,5 % und bis 2020 auf mindestens 20 – 25 % steigen. Eine aktuelle Bilanz zeigt, dass Deutschland diese Mindestziele erreichen und sogar übertreffen dürfte.
Die Zukunft der deutschen Windenergieerzeugung liegt neben dem Repowering der Altanlagen bei den großen Offshore-Windparks in der Nord- und Ostsee. Konservativ berechnet werden in der Nordsee bis zum Jahr 2030 Windparks mit Gesamtleistung von rund 15. – 20.000 MW installiert sein. Allein in der deutschen Nordsee sind 22 Windparks geplant und zum Teil schon zum Bau genehmigt. Die deutsche Offshore-Entwick-lung wird ein Investitionsvolumen von bis zu 50 Mrd. Euro auslösen. Besonders die Zulieferindustrie wird vom Bau der Parks profitieren. Bis zu 85 % der Wertschöpfung bei der Erstellung und Errichtung der Windenergieanlagen werden von Zulieferern geschaffen.
Das Modell der Bürgerwindparks wird mit dem Offshore Bürgerwindpark Butendiek zukunftsfähig fortgesetzt und auf die Offshore-Meereswindparks übertragen. Mehr als 8.000 Kommanditisten, zumeist Bürger aus Schleswig-Holstein, beteiligen sich an dem geplanten Vorhaben. Der Offshore-Bürgerwindpark Butendiek soll mit 80 Windenergieanlagen zu je
3 MW Nennleistung 35 km westlich der Nordseeinsel Sylt errichtet werden.
