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Managerin für Konversion eingestellt

26.11.2008

Nachnutzung ehemaliger Bundeswehrstandorte im Fokus der Wirtschaftsförderung Nordfriesland

Die Wirtschaftsförderung Nordfriesland engagiert sich ab sofort verstärkt mit einem neuen „Konversionsmanagement" für die Nachnutzung aufgelassener und zukünftig frei werdender Bundeswehrstandorte im Kreisgebiet. „Wir haben bereits das ehemalige Munitionsdepot Löwenstedt mit seinen 68 Hektar erfolgreich vermarkten können und sind auch in einer Liegenschaft in Süderlügum bereits intensiv mit Investoren im Gespräch“, berichtet Matthias Volmari, Prokurist der Wirtschaftsförderung Nordfriesland (WFG NF).

Doch darüber hinaus sind nunmehr einige weitere Bundeswehrstandorte in Nordfriesland von der Schließung betroffen oder bereits aufgegeben. Hierzu zählen zum Beispiel die ca. 17 ha umfassende Marineversorgungsschule in List auf Sylt und das mehr als 130 ha große Depot in Enge-Sande. Mit dem Rückzug der Bundeswehr ist häufig der Abbau von vielen Arbeitsplätzen und ein enormer Kaufkraftverlust in der Region verbunden.

„Dem wollen wir verstärkt entgegen wirken. Doch das gezielte Hinwirken auf eine wirtschaftlich erfolgreiche Nachnutzung der vielen Konversionsstandorte in Nordfriesland erfordert einen enormen Zeitaufwand, der von uns, dem Kreis und den Kommunen nicht mehr ohne weiteres neben der täglichen Arbeit erledigt werden kann. Aus diesem Grund stocken wir unser Team ab Januar 2009 für die nächsten drei Jahre um eine Konversionsmanagerin auf", erklärt Dr. Matthias Hüppauff, Geschäftsführer der WFG NF.

Das Konversionsmanagement wird sich zukünftig vertieft um Entwicklungs- und Steuerungsaufgaben kümmern, Genehmigungsverfahren begleiten sowie Kontakte zu Investoren aufbauen und pflegen. Im engen Kontakt zu den betroffenen Kommunen, dem Land und den Genehmigungsbehörden werden Ausschreibungsverfahren begleitet und Verkaufslösungen erarbeitet. Auf die bislang erfolgreiche Arbeit der WFG NF kann hierbei aufgebaut werden, denn einige wichtige Schritte sind bereits gemacht. Interessante Per-spektiven wurden zum Beispiel für das Depot in Enge-Sande entwickelt. Für einen Teil der Flächen in List auf Sylt wird eine Nutzung im Bereich Wissenschaft und Bildung angestrebt. Und im ehemaligen Munitionsdepot in Süderlügum ist die Lagerung und Kommissionierung von der Liegenschaft ange-passten Gütern für den dänischen Markt geplant.
„Gerade wenn wir private Investoren gewinnen wollen, ist es wichtig, Informationen zu bündeln, die komplexen Prozesse zu begleiten und diese zügig zu bearbeiten. Denn diese können sich lange zeitliche Verzögerungen nicht leisten und unser Standort auch nicht", erklärt Matthias Volmari.

Das Konversionsmanagement Nordfriesland hat ein Projektvolumen von rund 425.000 € und wird mit 70% über das Zukunftsprogramm Schleswig-Holstein gefördert. Projektträger ist die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Nordfriesland mbH.

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