Startschuß für "Panda“ International
04.02.2010
Erste verfügbare Bundeswehrfläche von ca. 66,5 ha geht ab sofort nach längerer Planungsphase in zivile Nachnutzung über
Der Investor Panda International Group aus Hongkong, vertreten durch den Geschäftsführer Herrn Peipei Zhou, kontaktierte bereits 2005 die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Nordfriesland (WFG NF). Das Unternehmen hatte das ehemalige Munitionsdepot in Löwenstedt erworben, um dort einen Betrieb zur Lagerung und Kommissionierung von Feuerwerkskörpern (Großfeuerwerk und Silvesterfeuerwerk) einzurichten. Während der gesamten Laufzeit wurde dieses Konversionsprojekt federführend von der WfG NF betreut und begleitet.
Umfangreiche Kosten sind bis heute in der Phase der Genehmigungsplanung (Vermessung, Wärmeschutznachweise, Fachplaner für Sprengrecht etc.) entstanden. Da das Gelände nach Aufgabe der Nutzung durch die Bundeswehr als Außenbereich einzuordnen war und die Nutzung nach einem besonderen Verfahren nach Sprengstoffrecht genehmigt werden mußte, dauerte es bis Ende 2009, bis die Planungen fertig gestellt waren und ein vollständiger Genehmigungsantrag eingereicht werden konnte. Das Verfahren ist nun abgeschlossen. Die federführende Behörde war die Staatliche Arbeitsschutzbehörde bei der Unfallkasse Nord, die im Januar 2010 die Genehmigung erteilte.
Jetzt beginnen auf dem ehemaligen Munitionsdepot die erforderlichen Umbauarbeiten und die eigentliche in Deutschland geplante Geschäftstätigkeit wird zügig aufgebaut.
Auf der Liegenschaft werden zur Behebung von Vandalismusschäden und zur Einhaltung heutiger Bestimmungen bzgl. Wärmedämmung und Arbeitsschutz umfangreiche Sanierungs- und Umbaumaßnahmen weiterhin erforderlich sein. Der Investor plant in kürzester Zeit 15 Arbeitsplätze neu zu schaffen.
Die gute Zusammenarbeit mit der Kreisausländerbehörde und der Kreisverwaltung Husum war insgesamt für alle Beteiligten sehr hilfreich.
Der Kreis Nordfriesland ist auch weiterhin stark von der Schließung einzelner Bundeswehrstandorte betroffen. Dies bringt den Verlust von mehreren hundert Arbeitsplätzen mit sich. Um den negativen Folgen dieser Entwicklung für den Kreis Nordfriesland entgegenzutreten, wurde 2008 das Konversionsmanagement innerhalb der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Nordfriesland eingerichtet. Dieses Fachressort unterstützt bei der Umwandlung der militärischen Liegenschaften zu wirtschaftlichen, langfristigen und in der Region planerisch gewollten Nachnutzungen.