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Bürgerwindparks in Nordfriesland sind ein Erfolgsmodell

21.07.2010

windcomm schleswig-holstein veröffentlicht ersten Bürgerwindpark-Leitfaden

windcomm schleswig-holstein veröffentlicht ersten Bürgerwindpark-Leitfaden

21. Juli 2010, Husum – Nordfriesland ist nicht nur die Wiege der Windenergie in Schleswig-Holstein, sondern auch die Hochburg der Bürgerwindparks. In keiner an-deren Region Deutschlands beteiligen sich so viele Einwohner an Windparks wie in dem Kreis an der Westküste des Landes. Das Finanzierungs- und Betreibermodell ist somit eine Erfolgsgeschichte mit hohem Exportpotenzial für ganz Schleswig-Holstein.

Unsicherheiten in den Kommunen anderer Regionen verhindern häufig die Entste-hung eines Bürgerwindparks. Mit dem jetzt aufgelegten und an alle Kreise des Lan-des verschickten „Leitfaden Bürgerwindpark – MehrWertschöpfung für die Region“ bietet die Brancheninstitution „windcomm schleswig-holstein" mit Sitz in Husum allen Interessierten die Möglichkeit, sich umfassend über Umsetzung und Chancen zu informieren. „Über 20 Jahre Erfahrung von Betreibern und Planern sind in diesem Leitfaden zusammengefasst und bieten einen Überblick über die im Zusammenhang mit der Realisierung eines Bürgerwindparks auftretenden Fragestellungen und deren Antworten", so windcomm-Projektmanager Holger Arntzen.

Ein Bürgerwindpark bietet viele Vorteile. Vor allem die Akzeptanz in der Bevölkerung über die Errichtung von Windkraftanlagen in den Standortgemeinden nimmt zu. Auch die in der Gemeinde anfallende Gewerbesteuer und die Auftragsvergabe in die Region machen das Modell populär. Dies erleichtert die vom Land angestrebte Erweiterung der Eignungsflächen für Windenergieanlagen. „Bürgerwindparks können zum Konjunkturmotor für die Gemeinden in Zeiten knapper Kassen werden und die Entwicklung des Binnenmarkts unterstützen", erklärt Dr. Matthias Hüppauff, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Nordfriesland und Projektträger von windcomm, der den Prozess seit Jahren beobachtet. Denn in den vergangenen Jahren hat sich die Windbranche zu einem weitestgehend konjunkturunabhängigen Wirtschaftssektor entwickelt. Über 7.000 Beschäftigte bei Herstellern und Zulieferern, in der Forschung und bei den Serviceunternehmen hängen in Schleswig-Holstein direkt von der Windenergie ab.


Im nordfriesischen Friedrich-Wilhelm-Lübke-Koog ist vor fast 20 Jahren der erste Bürgerwindpark Deutschlands entstanden. Ein Projekt, das Schule machte. In Nord-friesland sind heute 90 Prozent aller Windparks in Händen der Bürger. Der Erfolg beruht vor allem darauf, dass möglichst alle durch die Windenergieanlagen betroffe-nen Anwohner in das Projekt eingebunden und die Möglichkeit der Mitsprache sowie der Beteiligung an der Gesellschaft haben.

Holger Arntzen ist zuversichtlich, mit dem Leitfaden das Interesse zu wecken und damit die Wertschöpfung der Windenergie in den einzelnen Regionen zu halten. „windcomm organisiert begleitend am 07. und 08. Juli im Büsumer mariCUBE und in der DEULA in Rendsburg zwei Informationsveranstaltungen, um alle betroffenen Planungsträger, Bürger und Verwaltungsorgane zu informieren. Wir hoffen so alle offenen Fragen beantworten zu können“, so Arntzen.
Der „Leitfaden Bürgerwindpark – MehrWertschöpfung für die Region“ ist kostenlos bei der windcomm schleswig-holstein erhältlich. Telefon: 04841 66850, Mail: info@windcomm.de.

Ansprechpartner für die Medien:

Projektmanager Holger Arntzen
windcomm schleswig-holstein
Netzwerkagentur Windenergie
Schloßstraße 7
25813 Husum
04841 – 6685-18
E-Mail: h.arntzen@wfg-nf.de
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