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Husum ist der bessere Standort für die Windmesse

13.10.2011

Kreis Nordfriesland und Stadt Husum sind sich einig

Die Windmesse muss in Husum bleiben - darin sind sich der Kreis Nordfriesland, die Stadt Husum und die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises einig. "Die Messe ist in unserer Region verankert. Der Versuch, sie nach Hamburg zu ziehen, wird sich als kontraproduktiv herausstellen: Er beschädigt den guten Ruf Hamburgs, nützt aber keinem", stellt der stellvertretende Landrat Jörg von Sobbe fest.

Von Sobbe betont, dass der Industrieverband VDMA, der die Messe nach Hamburg ziehen will, keineswegs die Branche repräsentiert: "Viel wichtiger sind das Branchennetzwerk Windcomm Schleswig-Holstein, der Bundesverband Windenergie und das internationale Global Wind Energy Council sowie große Hersteller wie Vestas und Enercon. Sie alle haben sich eindeutig für das Tandem Husum/Hannover positioniert", erklärt er.

"Viele Besucher und Aussteller schätzen gerade das Lokalkolorit und das Ambiente der Husumer Altstadt für den Abend nach der Messe. Hier finden sie ein optimales Umfeld für Geschäftsabschlüsse und Kontaktpflege", weiß der stellvertretende Husumer Bürgermeister Lothar Pletowski aus zahlreichen Gesprächen. "Von einer solchen Atmosphäre kann Hamburg nur träumen", erklärt Pletowski.

Alle Aussteller hätten sich bislang zufrieden gezeigt, resümiert er: Die meisten buchten bei der aktuellen Messe bereits den Stand für die nächste und übernächste Messe in Husum. International werde die Messe ebenfalls gut angenommen: Die Zahl der Gäste auch aus dem Ausland steige kontinuierlich an.

Pletowski erinnert an die permanenten Investitionen der Stadt in die Infrastruktur für die Messe: Aus kleinsten Anfängen habe sie ständig an Größe und Bedeutung gewonnen und sei heute die Leitmesse der höchst dynamischen Branche. "Neue Hallen, bessere Straßen, sogar ein hochmodernes Kongresszentrum: Was auch immer die Messe für ihre Entwicklung benötigte, haben wir gemeinsam mit dem Land, dem Kreis und der heimischen Wirtschaft bereitgestellt und werden das auch weiterhin tun", verspricht er.

Wirtschaftsförderer und Windcomm-Projektkoordinator Dr. Matthias Hüppauff erinnert daran, dass Nordfriesland und Schleswig-Holstein die Wiege der Windindustrie seien, nicht Hamburg: "Mehr als 300 Firmen im Land befassen sich mit Windkraft, allein im Onshore-Geschäft beschäftigen sie über 7000 Menschen." Die zahlreichen Produktionsstätten, Windparks, Testanlagen und Prototypen im Husumer Umkreis hätten sich immer wieder als beste Werbeträger bewährt und zu unzähligen Vertragsabschlüssen geführt. "All das kann Hamburg nicht bieten. Schon deshalb ist Husum der bessere Standort", bekräftigt Hüppauff.

Auch der angebliche Mangel an Übernachtungsangeboten überzeugt ihn nicht: "In der Region gibt es hochwertige Quartiere zuhauf. Für Messebeschicker und -besucher ist es normal, dass zwischen Flughafen oder Hotel und Messe ein paar Kilometer liegen. Warum soll das dann in Nordfriesland ein Problem sein?"


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