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Sein eigener König werden

26.09.2011

21. Nordfriesischer Existenzgründungstag

Veranstalter Exitag 2011 „Ich sitze in meinem Büro wie ein kleiner König, denn das ist alles meins“, sagt die Physiotherapeutin Madlen Missal aus Koldenbüttel, die sich vor zwei Jahren mit einer eigenen Praxis selbständig gemacht hat. Sie riet in ihrem Vortrag beim 21. Nordfriesischen Existenzgründungstag, „alles mitzunehmen, was man an Beratung kriegen kann“ – und genau dafür sind die 32 Teilnehmer ins Nordfriesische Innovationscenter NIC in Niebüll gekommen. „Wir möchten alle Menschen mit einer guten Gründungsidee in unserer Region motivieren, ihre Pläne in die Tat umzusetzen. Beim Existenzgründungstag lernen die zukünftigen Unternehmerinnen und Unternehmer viele Ansprechpartner persönlich kennen, die ihnen beim Erstellen des Geschäfts- und Finanzierungsplans helfen können“, sagte Dagmar Jensen von der Wirtschaftsförderung Nordfriesland, die den Existenzgründungstag organisiert hat.

„Startklar“ war das Motto der Veranstaltung, es ging also vor allem um die richtige Planung. Stefan Sievers von der Industrie- und Handelskammer Flensburg beleuchtete die Schritte von der Vorgründungsphase bis zum Markteintritt. Er ging auf die Fördermöglichkeiten der Agentur für Arbeit und der Sozialzentren bei einer Existenzgründung aus der Arbeitslosigkeit ein und erwähnte die im Internet verfügbaren Hilfsmittel ihk-mentor.de und das Softwarepaket 10 des Bundeswirtschaftsministeriums. Sönke Klopfer, Vertreter der Wirtschaftsjunioren Nordfriesland und selbst Steuerberater, erläuterte die möglichen Rechtsformen vom Einzelunternehmen bis zur Kommanditgesellschaft, Sönke Wellhausen von der Handwerkskammer Flensburg präsentierte Rechenmodelle zur realistischen Einschätzung der Betriebskosten. In die Kalkulation fließen die Kosten für Versicherungen und Werbematerial ein – über diese Themen referierten Michael Weber von der BARMER GEK und Jennifer Eilers von der Werbeagentur Corax. Zur Finanzierung der Existenzgründung zählte Gesa Wichmann von der Nord-Ostsee-Sparkasse die zahlreichen Fördermöglichkeiten der Investitionsbank, der Bürgschaftsbank und der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft Schleswig-Holstein sowie der Kreditanstalt für Wiederaufbau auf, betonte jedoch: „Nur wenn Sie an Ihre Idee glauben, springt der Funke über. Dann können wir als Hausbank vieles möglich machen.“ Dass selbst eine Schnapsidee zu einer erfolgreichen Unternehmensgründung führen kann, bewies Rouven Heylmann aus Niebüll. Mit einem handgemalten Etikett in der Tasche suchte er vor zehn Jahren einen passenden Likör für die beliebten Koppelfeten. Inzwischen verkauft sich sein „Fieser Friese“ in Supermärkten in ganz Norddeutschland.

Neben den Referenten standen in der ausgedehnten Pause Vertreter der Beratungsstelle Frau & Beruf, der VR-Bank Niebüll und des Beratungsunternehmens Creditreform für Fragen zur Verfügung. „Der Existenzgründungstag ist auch eine Kontaktbörse“, erklärte Gesa Wichmann von der Nospa. Den künftigen Gründern legte sie ans Herz: „Man muss genau wissen, was man machen möchte.“

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Tourismusbericht 2010

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