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Zukunftsfähige Interessenvertretung

14.03.2011

windcomm e.V. seit einem Jahr im Einsatz

HUSUM. Seit einem Jahr hat Schleswig-Holstein mit dem Branchenverband windcomm e.V. eine starke Interessenvertretung für einen der wichtigsten Wirtschaftszweige des Landes. Seit seiner Gründung am 29. März 2010 konnte der Verein seine Mitgliederzahl bereits verdoppeln. Zu 18 Gründungsmitgliedern kamen im ersten Jahr 18 weitere Betriebe und Institutionen hinzu. Unter den aktuell 36 Mitgliedern sind die großen Windkraftanlagen-Hersteller REpower und Vestas, Logistikunternehmen wie Ahlmann Zerssen oder die Brunsbüttel Ports GmbH, Finanzdienstleister wie die Investitionsbank Schleswig-Holstein, die Nord-Ostsee-Sparkasse und die VR Bank Niebüll, Interessenvertreter wie die Arge Netz sowie Planungsbüros, Anwaltskanzleien, Betriebe für Service, Wartung und Installation,
Weiterbildungsinstitute und die Wirtschaftsförderungsgesellschaften aus  Dithmarschen, Kiel, Lübeck, Nordfriesland und Rendsburg-Eckernförde. „Mit unserem Mitgliederspektrum decken wir die gesamte Wertschöpfungskette von der Planung eines Windparks bis zu seiner Installation und der technischen und kaufmännischen Betriebsführung ab“, erklärt Matthias Volmari, Vorstandsvorsitzender des windcomm e. V.

Die Netzwerkagentur windcomm schleswig-holstein, ein Projekt der  Wirtschaftsförderung Nordfriesland, hatte vor einem Jahr die Gründung des windcomm e. V. angeschoben. Vorstandsmitglied Ulla Meixner begründet diesen Schritt so: „Die Netzwerkagentur ist ein befristetes Projekt, das aus Landesmitteln finanziert wird. Durch die Gründung des Vereins ist eine dauerhafte und unabhängige Unterstützungsarbeit für Windkraft in Schleswig- Holstein möglich.“ Neben der Interessenvertretung steht der Verein seinen Mitgliedern beratend zur Seite und soll in Zukunft auch Aufgaben der Netzwerkagentur wie die Organisation von Branchentreffen, Symposien und Fortbildungen übernehmen.

Wegen seiner Unabhängigkeit könne sich der windcomm e. V. auch kritische Töne erlauben, erklärt Vorstandsmitglied Asmus Thomsen, „wenn wir meinen, dass politische Vorgaben nötig sind, damit die schleswig-holsteinische Windkraftbranche wettbewerbsfähig bleibt.“ Aktuell setzt sich der Branchenverband beim Land dafür ein, Mittel für den Ausbau der Häfen zur Verfügung zu stellen. Nur mit leistungsfähiger Hafeninfrastruktur kann Schleswig-Holstein im Wettlauf um Standorte für die Offshore-Windpark-Logistik mithalten. „Bei der Windkraft an Land haben wir vieles richtig gemacht, hier sind die zahlreichen Bürgerwindparks sogar ein Vorbild für andere Bundesländer“, betont Thomsen, „aber Ziel muss es sein, auch vom Offshore-Boom zu profitieren.“

Weitere Schwerpunkte der Vereinsarbeit sind die Begleitung des Ausbaus der Onshore-Windkraft in Schleswig-Holstein im Rahmen der derzeitigen Ausweisung neuer Windeignungsgebiete, die Entwicklungen von Handlungsempfehlungen zum Netzausbau sowie die regionale Interessenvertretung bei der anstehenden Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes.
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Der windcomm schleswig-holstein e. V. ist ein Vertretungsorgan der schleswigholsteinischen Windbranche. Er wurde im März 2010 gegründet und hat Mitglieder aus allen Teilbereichen der Wertschöpfungskette der Onshore- und Offshore-Windindustrie. Der Verein vertritt die Interessen der regionalen Unternehmen und Institutionen der Windbranche und fungiert als zentrale Vernetzungs- und Informationsplattform.

Kontakt: windcomm schleswig-holstein e. V., Schloßstraße 7, 25813 Husum
E-Mail: m.schmidt@wfg-nf.de, Internet: www.windcomm.de ,V.i.S.d.P.: Martin Schmidt.

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