Corona-Krise: Unterstützung für Unternehmen

Die aktuelle Krise stellt uns alle vor besondere Herausvorderungen. Wir lassen Sie jetzt damit nicht alleine. Wir beraten und unterstützen Sie bei allen Theman, die Sie als Unternehmer in der aktuellen Situation beschäftigen. Sie erreichen uns telefonisch unter 04841 66850 oder per E-Mail an info@wfg-nf.de

Corona-Überbrückungshilfe des Bundes ab 8.7.2020

Kleine und mittelständische Unternehmen, die ihren Geschäftsbetrieb im Zuge der Corona-Pandemie einstellen oder stark einschränken mussten, können nun weitere Liquiditätshilfen erhalten. Die Antragstellung erfolgt über Ihren Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder vereidigten Buchprüfer in einem vollständig digitalisierten Verfahren. Sie können sich auf der Antragsplattform www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de registrieren und dann für die betroffenen Unternehmen und Betriebe Anträge stellen. Die Antragsfrist wurde bis 30. September verlängert.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier erklärte in einer Pressemitteilung, dass Zuschüsse zu den Fixkosten bis zu einer Höhe von 150.000 Euro ausgezahlt werden können, die nicht zurückgezahlt werden müssen. Bundesfinanzminister Olaf Scholz ergänzte, dass auch gemeinnützige Organisationen Unterstützung beantragen können.

Weitere Informationen zum Programm Corona-Überbrückungshilfe und zur Antragstellung unter www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de.

Kerninhalte Verwaltungsvereinbarung: Wer kann wo einen Antrag stellen?

Antragsberechtigte: Antragsberechtigt sind Unternehmen und Organisationen aller Branchen, soweit sie sich nicht für den Wirtschaftsstabilisierungsfonds qualifizieren und ihr Umsatz in den Monaten April und Mai 2020 zusammengenommen um mindestens 60 % gegenüber April und Mai 2019 zurückgegangen ist. Auch Soloselbständige und selbständige Angehörige der Freien Berufe im Haupterwerb können einen Antrag stellen, wenn sie die Programmvoraussetzungen erfüllen. Gleiches gilt für gemeinnützige Unternehmen und Einrichtungen.

Durch die Bezugnahme auf den Wirtschaftsstabilisierungsfonds wird gewährleistet, dass mittelständische Unternehmen ohne Begrenzung der Zahl der Beschäftigten Überbrückungshilfe beantragen können, soweit ihr Umsatz nicht 50 Mio. Euro bzw. ihre Bilanzsumme nicht 43 Mio. Euro übersteigt.

Umfang der Überbrückungshilfe: Die Überbrückungshilfe unterstützt Unternehmen, Soloselbständige und Angehörige der Freien Berufe, die Corona-bedingt in den Monaten Juni bis August erhebliche Umsatzausfälle erleiden. Durch Zahlungen als Beitrag zu den betrieblichen Fixkosten soll ihre wirtschaftliche Existenz gesichert werden.

Die Überbrückungshilfe erstattet einen Anteil in Höhe von

- 80% der Fixkosten bei mehr als 70% Umsatzrückgang,

- 50% der Fixkosten bei Umsatzrückgang zwischen 50% und 70%,

- 40% der Fixkosten bei Umsatzrückgang zwischen 40% und unter 50%

im Fördermonat im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Die Liste der förderfähigen Fixkosten erfasst unter anderem Mieten und Pachten, Finanzierungskosten, weitere feste Ausgaben, Kosten für Auszubildende und Grundsteuern. Personalaufwendungen für Personal, das nicht in Kurzarbeit geschickt werden kann, können in Höhe einer Pauschale von 10 % der Fixkosten geltend gemacht werden. Um den branchenspezifischen Besonderheiten der Reisebranche Rechnung zu tragen, können Reisebüros auch Provisionsausfälle bei Corona-bedingt stornierten Reisen geltend machen. Ein Unternehmerlohn wird nicht erstattet.

Die maximale Höhe der Überbrückungshilfe beträgt 50.000 Euro pro Monat für maximal drei Monate. Bei Unternehmen bis zu fünf Beschäftigten beträgt der maximale Erstattungsbetrag 3.000 Euro pro Monat für maximal drei Monate, bei Unternehmen bis zu zehn Beschäftigten 5.000 Euro pro Monat für maximal drei Monate. In begründeten Ausnahmefällen können die maximalen Erstattungsbeträge für Kleinunternehmen überschritten werden.

Antragstellung und Nachweise: Die Antragstellung wird in einem digitalen Verfahren ausschließlich von einem vom Antragsteller beauftragten Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder vereidigten Buchprüfer durchgeführt. Die Kosten dafür können ebenfalls im Rahmen der Überbrückungshilfe anteilig geltend gemacht werden. Der Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder vereidigten Buchprüfer prüft im Rahmen der Antragstellung die geltend gemachten Umsatzeinbrüche und die fixen Kosten.

Sofern der beantragte Betrag der Überbrückungshilfe nicht höher als 15.000 Euro für drei Monate ist, kann der Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder vereidigte Buchprüfer eine vereinfachte Plausibilitätsprüfung vornehmen. Trotzdem sollten Antragsteller, die nur sehr geringe betriebliche Fixkosten haben, prüfen, ob sich für sie die Beauftragung eines Steuerberaters, Wirtschaftsprüfers oder vereidigten Buchprüfers tatsächlich lohnt.

Auszahlung über die Länder: Die Länder haben die Umsetzung und Auszahlung der Hilfen übernommen.

Antrags- und Auszahlungsfrist. Anträge sind bis spätestens 31. August 2020 bei der zuständigen Landesbehörde zu stellen.

Verhältnis zu anderen Hilfen: Das Überbrückungshilfeprogramm schließt zeitlich an das Soforthilfeprogramm der Bundesregierung an. Unternehmen, die die Soforthilfe des Bundes oder der Länder in Anspruch genommen haben, aber weiter von Umsatzausfällen im oben genannten Umfang betroffen sind, sind erneut antragsberechtigt. Allerdings erfolgt bei Überschneidung der Förderzeiträume von Soforthilfe und Überbrückungshilfe eine anteilige Anrechnung der Soforthilfe auf die Überbrückungshilfe. 

Quelle: Pressemitteilung des Bundes vom 8.7.2020

Finanzielle Hilfen

KfW-Kredite: Günstige Kredite der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gibt es für Unternehmen, die durch die Pandemie-Situation in Liquiditätsengpässe gekommen sind. Sie können über die Banken und Sparkassen beantragt werden. Es gibt Schnellkredite, Kredite für junge Unternehmen (weniger als 5 Jahre am Markt) und weitere Möglichkeiten: www.kfw.de/inlandsfoerderung/Unternehmen/KfW-Corona-Hilfe/

Der IB.SH-Mittelstandssicherungsfonds unterstützt Hotel-, Beherbergungs- und Gastronomiebetriebe, die durch staatliche Verordnung im Zuge der Corona-Krise in einen Liquiditätsengpass geraten sind. www.ib-sh.de

Die Nachfrage nach der BAFA Förderung zur Unternehmensberatung für kleine und mittlere Unternehmen sowie Freiberufler, die von der Corona-Krise betroffen sind, war so groß, dass der Fördertopf ausgeschöpft ist. Es gibt jedoch weiterhin geförderte Beratungen zu günstigen Konditionen: BAFA Förderung
Bei Fragen dazu erreichen Sie unsere Kollegin Diana Wieben unter 04841/6685-19 oder per E-Mail:  d.wieben@wfg-nf.de.

Tourismus und Gastronomie

  • Der IB.SH Mittelstandssicherungsfonds unterstützt Hotel-, Beherbergungs- und Gastronomiebetriebe, die durch staatliche Verordnung im Zuge der Corona-Krise in einen Liquiditätsengpass geraten sind. www.ib-sh.de
  • Die Landesregierung Schleswig-Holstein stellt einen Leitfaden über Mindestanforderungen an Hygienekonzepte für gastronomische und Beherbergungsbetriebe zur Verfügung: www.schleswig-holstein.de
  • Die DeHoGa bietet Informationen zu Förderprogrammen und Leitfäden zu den Hygiene- und Abstandsgeboten zur Wiedereröffnung im Gastgewerbe. www.dehoga-corona.de

Steuern und Recht

Anti-Corona-Maßnahmen in Dänemark

Die deutsch-dänische Handelskammer stellt aktuelle Informationen und Webinare zu den Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie in Dänemark zur Verfügung:

www.handelskammer.dk

Initiativen in der Krise

Deine Speisekammer
Online-Shop für Direkterzeuger aus dem gesamten Norden Schleswig-Holsteins. Aus verschiedenen Produktgruppen können Kunden im Online-Shop ihre Waren-Kiste in unterschiedlichen Größen zusammenstellen und bekommen diese anschließend geliefert.
www.deine-speisekammer.de

Dorffunk SH
Die DorfFunk-App dient als Mittel zur Kommunikation und Selbstorganisation allen 1102 Gemeinden in den elf schleswig-holsteinischen Landkreisen und steht kostenlos zur Verfügung. DorfFunk SH ist eine digitale Kommunikationszentrale in der jeweiligen Region. Bürger können ihre Hilfe anbieten, Gesuche einstellen oder einfach nur zwanglos miteinander schnacken. Ein Projekt der Akademie für Ländliche Räume und dem Sparkassen- und Giroverband SH.
www.sh.digitale-doerfer.de

Friesennetz
Produkte und Dienstleistungen aus der Region per "Klick" online bestellen. Sogar Stellenangebote aus der Umgebung finden sich hier.
www.friesennetz.de

wir FAIRzichten
Um vor allem kleinen und mittleren Unternehmen sowie Solo-Selbstständigen zu helfen, können Kunden auf Rückerstattungen verzichten, um etwa Kulturstätten, Fitnessstudios, Restaurants und Campingplätze in der Nachbarschaft durch die Krise zu helfen. Eine geniale Initiative der IHKs!
www.wir-fairzichten.de

Lass den Klick in Schleswig-Holstein
Eine Initiative des R.SH – Radio Schleswig-Holstein, um durch den Einkauf bei schleswig-holsteinischen Unternehmen dazu beizutragen, die heimische Wirtschaft zu stärken.
www.klick.sh

GemeinsamAnpacken
In dieser Facebook-Gruppe der IHK Schleswig-Holstein können sich Unternehmen vernetzen, um gemeinsam neue Ideen zu entwickeln und sich branchenübergreifend zu unterstützen.
www.facebook.com/groups/GemeinsamAnpacken

kauf lokal
Hier gibt es Spenden und Crowdfunding für alle vom Shutdown Betroffenen im Norden. Die Plattform bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre eigene Kampagne zu starten.
www.kauf-lokal.sh

Schleswig-Holstein hilft Schleswig-Holstein
Auf dieser Plattform können Kunden Händler, Gastronomen und Erlebnisorte unterstützen, indem sie zum Beispiel einen Lieferservice in Anspruch nehmen oder Gutscheine kaufen, die zu einem späteren Zeitpunkt eingelöst werden können.
www.sh-guide.de/sh-hilft-sh

SH hält zusammen
Initiative des sh:z Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag. In einer interaktiven Karte können sich Unternehmen mit ihrem Angebot eintragen und so schnell von Kunden gefunden werden.
sh.wirhaltenzusammen.info

Kiel hilft Kiel
Hier werden diejenigen Betriebeaufgelistet, die in der Folge amtlicher Verfügungen von Bund, Land oder Stadt ein eingeschränktes Angebot haben oder in Reaktion auf die Krise veränderte Dienstleistungen und Services anbieten. Diese von der Normalsituation abweichenden Erreichbarkeiten und Services werden über das Hilfe-Portal für die Bürger*innen sichtbar gemacht.
https://www.kiel-hilft-kiel.de/

Aus- und Weiterbildung

Das Bundesprogramm "Ausbildungsplätze sichern" zahlt Unternehmen und Betrieben mit bis zu 249 Mitarbeiter*innen finanzielle Prämien für abgeschlossene Ausbildungsverträge, besonders dann, wenn sie Auszubildende von solchen Betrieben übernehmen, die wegen der Corona-Krise weniger oder gar nicht ausbilden können. Die Antragstellung erfolgt über die Bundesagentur für Arbeit.

www.arbeitsagentur.de

Das Land Schleswig-Holstein ergänzt diese Ausbildungsinitiative um eine Förderung für Unternehmen mit 250 Mitarbeiter*innen und mehr:

www.schleswig-holstein.de

Aktuelle Meldungen zur Corona-Hilfe

Corona-Überbrückungshilfe des Bundes

Kleine und mittelständische Unternehmen, die ihren Geschäftsbetrieb im Zuge der Corona-Pandemie einstellen oder stark einschränken mussten, können nun weitere Liquiditätshilfen erhalten. Die Antragstellung erfolgt über Ihren Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder vereidigten Buchprüfer in einem vollständig digitalisierten Verfahren. Sie können sich auf der Antragsplattform www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de registrieren und dann für die betroffenen Unternehmen und Betriebe Anträge stellen. Die Antragsfrist wurde bis 30. September verlängert.

Übernahmeprämie für Ausbildungsbetriebe

Das Bundesprogramm "Ausbildungsplätze sichern" zahlt Unternehmen und Betrieben mit bis zu 249 Mitarbeiter*innen finanzielle Prämien für abgeschlossene Ausbildungsverträge, besonders dann, wenn sie Auszubildende von solchen Betrieben übernehmen, die wegen der Corona-Krise weniger oder gar nicht ausbilden können. Die Antragstellung erfolgt über die Bundesagentur für Arbeit.

www.arbeitsagentur.de

Das Land Schleswig-Holstein ergänzt diese Ausbildungsinitiative um eine Förderung für Unternehmen mit 250 Mitarbeiter*innen und mehr:

www.schleswig-holstein.de

Offenes Ohr für Unternehmen

Die neu gegründete Initiative „Offenes Ohr für Unternehmen in Schleswig-Holstein“ hilft mit erfahrenen Beraterinnen und Beratern ehrenamtlich. Hier bekommen Unternehmen: Kostenfreie Sofortberatung, Infos zu Fördermitteln, Anschlussberatung, Offenheit und Unabhängigkeit (Das Gespräch ist unverbindlich!)
Hier gehts zu den Ansprechpartnern: offenes Ohr

BAFA Förderung

Die Nachfrage nach der BAFA Förderung zur Unternehmensberatung für kleine und mittlere Unternehmen sowie Freiberufler, die von der Corona-Krise betroffen sind, war so groß, dass der Fördertopf ausgeschöpft ist. Es gibt jedoch weiterhin geförderte Beratungen zu günstigen Konditionen. Bei Fragen dazu erreichen Sie unsere Kollegin Diana Wieben unter 04841/6685-19 oder per E-Mail:  d.wieben@wfg-nf.de.

Weitere Informationen dazu findet man hier: BAFA Förderung

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