Regionalpläne: Druck auf kleine Firmen befürchtet

08.12.2016

Durch "Repowering-Verbot" in Gebieten außerhalb der neu ausgewiesenen Vorranggebiete könnte wichtige Infrastruktur in einzelnen Regionen verloren gehen.

Nach der Veröffentlichung der Entwürfe für die Windenergie-Regionalpläne in Schleswig-Holstein weist die Industrie- und Handelskammer (IHK) auf das Problem hin, dass sich von den über 3.000 Windenergieanlagen im Land etwa 1.300 Anlagen außerhalb der neuen Vorranggebiete befinden. Nach den aktuellen Plänen der Landesregierung dürfen diese nach Ablauf ihrer Betriebsdauer nicht durch neue ersetzt („repowert“) werden.

Eine Mehrzahl der zukünftig „ausrangierten“ Windenergieanlagen genieße jedoch, wie die IHK in einer Pressemitteilung schreibt, derzeit eine hohe Akzeptanz in der Bevölkerung, verfüge über die notwendige Infrastruktur, und viele Bürger seien finanziell an den Anlagen beteiligt. Durch das Verbot des Repowerings dieser Anlagen direkt vor Ort sei zu befürchten, dass die Zustimmung in der Bevölkerung gegenüber der Windkraft abnimmt, einzelne Unternehmen vom Markt gehen müssten und die bisherige Erfolgsgeschichte der Energiewende in Schleswig-Holstein gefährdet werde. Deshalb komme es nun darauf an, nach Wegen zu suchen, einen möglichst hohen Anteil dieser betroffenen Flächen weiter zu nutzen. Nur so könnten Akzeptanz der Anwohner und bestehende Infrastruktur wie Leitungen und Umspannwerke erhalten bleiben.

Die IHK fordert die Landesregierung und alle Beteiligten auf, das Verfahren bis zur Gesetzeskraft der Regionalpläne zügig, unbürokratisch und zielgerichtet weiterzuführen. Gleichzeitig sollten die Kommunen alle vorbereitenden Schritte für eine Bauleitplanung unternehmen, um den Planern und Investoren die Umsetzung von Windkraftprojekten anschließend wieder zu ermöglichen.

Lesen Sie hier die vollständige Pressemitteilung der IHK zu Flensburg.

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