Austausch von A wie Arbeitskräfte bis Z wie zukünftige Kooperationen

12.12.2018

Austausch von A wie Arbeitskräfte bis Z wie zukünftige Kooperationen

Grenzübergreifendes Barcamp bot Deutschen und Dänen Gespräche, Netzwerken, Austausch und neue Kooprationen.

Eine Region mit lebendigem Erwerbs- und Kulturleben, in der Grenzen keine Rolle spielen, attraktiv für Fachkräfte und alle, die es werden wollen – dieses Ziel vor Augen, riefen die Kommune Tønder sowie Kreis und Wirtschaftsförderung Nordfriesland (WFG NF) gemeinsam das Interreg-Projekt „Fit4Jobs@WaddenC“ (F4J) ins Leben und holten dazu die Tønder Handelsskole, die Syddansk Universitet und weitere Kooperationspartner ins Boot. Um Ideen für eine gute grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Institutionen aus der Region zu entwickeln, luden die Akteure zum „Grenzenløs Barcamp 2018“ auf dem GreenTec Campus in Enge-Sande ein.

Ein Drittel der 65 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kam aus Dänemark. Das zwanglose Barcamp-Format bot den Rahmen für Gespräche auf Deutsch, Dänisch oder Englisch. Dabei können zu Beginn der Veranstaltung alle Anwesenden ihre Ideen für eine „Session“ - einen Vortrag, eine Fragerunde oder eine Diskussion - einbringen. Daraus wird mit Hilfe bunter Zettel an der Pinnwand ein Tagesprogramm zusammengestellt. Aus den ursprünglich vorgesehenen 12 Sessions wurden schnell 15. Der Themenbogen ging von Veränderungen des Arbeitsalltags durch Digitalisierung über Innovationen hin zu Möglichkeiten der Kommunikation und der Zusammenarbeit.

„Kreativität und Innovation funktionieren nur ohne Grenzen im Kopf. Beides ist wichtig im modernen Erwerbsleben. Mit Fit4Jobs@WaddenC wollen wir Unternehmen mit Forschungs- und Bildungseinrichtungen beiderseits der Grenze zusammenbringen und diese Kompetenzen stärken“, erklärte F4J-Projektleiterin Janne Nørgaard Hansen.

Im Workshop „Typisch Dänisch oder typisch Deutsch?“ wurden Stereotype positiv umgedeutet: Hier ging es darum, sich in mögliche Kunden oder Kooperationspartner aus dem Nachbarland hineinzuversetzen. Bei Moderatorin Inga Wiele (gezeitenraum GbR aus St. Peter-Ording) und Carolin Kühn von der Touristinformation Friedrichstadt saßen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Gruppen zusammen, malten Porträts von „Jette“ und „Werner“ und statteten sie mit sozialem Umfeld bis hin zu Hobbys aus, um der Frage nachzugehen, welche Bedürfnisse die eigene Zielgruppe hat.

Zu einer Diskussion lud Lilian Korntved Pabst, die in Dänemark lange als Führungskraft im Rechnungswesen arbeitete und sich nun selbstständig gemacht hat. Wie kann ich etwas tun, was mir Spaß macht, damit genug Geld verdienen und trotzdem Freiheit und Freizeit bewahren? Ist Gig-Economy, der Markt der schnellen, kleinen Aufträge, die Lösung? Mit ihr diskutierten unter anderem Jan-Jürgen Christiansen von der VR Bank Nord und Werner Schweizer, Bürgermeister der Gemeinde Klixbüll.

Auf der Suche nach grenzüberschreitenden Kooperationen waren Fachkräfteberaterin Diana Wieben und Julia Deidert - sie betreut die Schülerpraktikums-Plattform „Praktikum Westküste“. Den beiden Kolleginnen von der WFG NF ging es um die Zusammenarbeit von Bildungs- und Weiterbildungseinrichtungen, die Anbahnung von Praktika und den Austausch von Schülern, Auszubildenden oder Lehrkräften. Mit Anette Okholm von der Tønder Handelsskole ist nun ein „grenzenløser“ Schüleraustausch auf den Weg gebracht.

Zwei Mitarbeiter des Mads-Clausen-Institutet der Syddansk Universitet in Sønderborg stellten neue Entwicklungen aus dem Hochschulbetrieb vor. Von Anwendungsbereichen der Mensch-Roboter-Interaktion berichtete Ali Malik vom Mads-Clausen-Institut. Sein Kollege Anders Rævdal stellte den Hackathon als Format für Innovationswettbewerbe vor. Dabei soll eine Gruppe Studenten innerhalb von 48 Stunden die Lösung für ein Problem finden und sie anschließend präsentieren - eine vielversprechende Möglichkeit für Firmen, in Zusammenarbeit mit Hochschulen kreative Ideen zu sammeln.

Abseits der Sessions hatten die Barcamper auch Ruhe für Gespräche. Dies nutzen nicht nur Nordfrieslands Kreispräsident Heinz Maurus und Henrik Frandsen, Bürgermeister der Kommune Tønder. Andere „erfuhren“ bei einer Tour mit dem selbst fahrenden Elektrobus über den GreenTec-Campus die praktische Anwendung technischer Innovationen.

Dagmar Jensen, bei der WFG NF für das Interreg-Projekt Fit4Jobs@WaddenC zuständig, fasste zusammen: „Wir sorgen für die Vernetzung von Unternehmen, Bildungseinrichtungen und Wirtschaftsorganisationen in der Region Tønder- Nordfriesland sowie in der weiteren Grenzregion. Ein Barcamp bietet eine gute Möglichkeit, sich auf Augenhöhe auszutauschen und kennenzulernen.“

Weitere Informationen unter www.f4j.de und www.wfg-nf.de.


Fakten zum INTERREG5a-Projekt „Fit4jobs@WaddenC”

Fit4jobs@WaddenC hat ein Finanzvolumen von 15 Millionen Dänischen Kronen bzw. 2.1 Mio Euro. Es wird gefördert mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung.

Projektpartner sind:

-          Tønder Kommune
-          Kreis Nordfriesland mit seinen Beruflichen Schulen
-          Wirtschaftsförderungsgesellschaft Nordfriesland mbH (WFG NF)
-          Tønder Handelsskole
-          Syddansk Universitet, Mads Clausen Institutet

PDF-Pressemitteilung

 

Logo Wirtschaftsförderung Nordfriesland

Schloßstraße 7, 25813 Husum

04841 6685-0
F 04841 6685-16

info@wfg-nf.de

Sie haben noch Fragen? Gerne rufen wir Sie zurück. Schreiben Sie uns! 

Schleswig-Holstein – der echte Norden